Antidiskriminierungs-Stelle - AGG (detail)

In diesem explain-it animade detail für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes erklären wir, was das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) umfasst.

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Hanna wird seit drei Jahren nicht befördert, weil ihr Chef befürchtet, dass sie sowieso bald schwanger wird. Karl kann nicht mit dem Bus fahren, weil sein Rollstuhl nicht mitdarf. Und Özlem findet in Ihrem Bezirk einfach keine neue Wohnung, weil die Vermieter ihre Wohnungen nur an Deutsche vermieten wollen. All das ist Diskriminierung – und die ist verboten.

Niemand darf wegen des Alters, einer Behinderung, wegen der ethnischen Herkunft oder aus rassistischen Gründen, wegen seines Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung oder wegen der sexuellen Identität benachteiligt werden. Dafür gibt es in Deutschland ein Gesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – kurz AGG.

Das AGG gilt in zwei Lebensbereichen: im Arbeitsleben und bei Alltagsgeschäften, wie etwa bei der Wohnungssuche oder einem Diskothekenbesuch. Wenn Beschäftigte im Job diskriminiert werden, dann haben sie das Recht, sich bei ihrem Arbeitgeber darüber zu beschweren. Für Betroffene darf das keine Nachteile haben. Jeder Arbeitgeber muss solchen Beschwerden nachgehen und dafür sorgen, dass die Diskriminierung aufhört. Darüber hinaus haben Betroffene das Recht, auf Entschädigung und Schadensersatz zu klagen. Wichtig ist dabei, auf die Fristen zu achten.

Dieses Klagerecht gilt auch für Diskriminierung bei Alltagsgeschäften. Zum Beispiel, wenn ein Vermieter seine Wohnung grundsätzlich nicht an türkische Familien vergibt. In einigen Fällen ist eine Ungleichbehandlung aber auch gerechtfertigt und keine Diskriminierung. Beispielsweise, wenn es um die Sicherheit geht. Jede Person, die sich diskriminiert fühlt, kann sich an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wenden – das haben auch Hanna, Karl und Özlem getan. Die Antidiskriminierungsstelle bietet eine kostenlose juristische Erstberatung an. Je nach Fall kann sich die Antidiskriminierungsstelle als Vermittlerin einschalten oder an eine andere kompetente Stelle verweisen.

Sie sind selbst Opfer von Diskriminierung? Hier bekommen Sie Hilfe.