Bayernhafen - NIKRASA

Was ist NIKRASA? Dieses explain-it handmade erklärt "nicht kranbare Sattelauflieger".

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Immer das Gleiche: Stefan steht auf der Autobahn im Stau, weil sich vor ihm ein LKW an den nächsten reiht. Ein Blick auf seinen Pulsmesser zeigt: Gleich hört für ihn der Spaß auf. Könnten die Güter nicht auch mit dem Zug transportiert werden? Dann hätte er freie Bahn und auch die Umwelt würde sich freuen.

Gute Idee, Stefan! Aber die Mehrzahl der LKW-Sattelauflieger – auch Trailer genannt – kann man nicht mit der Bahn transportieren. Um Gewicht zu sparen, sind sie so konstruiert, dass sie beim Hochheben beschädigt würden.

Aber auch diese „nicht kranbaren Sattelauflieger“ können nun verladen werden: mit dem Verladesystem NiKRASA! Und wie funktioniert das genau? Im Wesentlichen ist NiKRASA eine spezielle Transport-Plattform, die exakt in einen Standard-Waggon passt. Eine Zugmaschine fährt auf diese Platt-form, die neben dem Bahnwaggon steht, und stellt den Trailer dort ab. Das Ganze wird nun vom Terminal-Kran angehoben und auf den Waggon verladen.

Der LKW liefert also nur seinen Trailer am Terminal an. Dort wird die Ladeeinheit auf einen Zug verladen, der zum Ziel-Terminal fährt. Und hier wird die Ladeeinheit wieder von einem LKW übernommen. Der Transport auf der „Langstrecke“ erfolgt damit komplett auf der Schiene. So wird NiKRASA heute bereits von Dänemark bis nach Italien eingesetzt. Ein einziger Zug ersetzt dabei bis zu 40 LKWs.

Das Besondere: NiKRASA funktioniert, ohne dass an LKWs, Waggons oder Terminals irgendetwas angepasst werden müsste. Für Spediteure und Terminals bedeutet das: keine Investitionen und volle Flexibilität. Das System kann sofort eingesetzt werden, entlastet die Straßen und schont so die Umwelt.

NiKRASA passt also optimal zu den Marktbedürfnissen. Kein Wunder – schließlich hat die bayernhafen Gruppe erneut die richtigen Partner zusammengebracht und NiKRASA gemeinsam mit TX Logistik und dem Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien entwickelt. Die bayernhafen Gruppe versteht sich als Impulsgeber und trägt mit ihren Partnern dazu bei, noch mehr Langstrecken-Verkehre auf Bahn und Schiff zu verlagern. Ein starkes System, findet Stefan. Reisen mehr Güter per Zug, hat er zukünftig freie Fahrt und auch die Umwelt freut sich.